Pilzsaison im Spätsommer – Welche Pilze sind giftig und welche nicht? 🍄
Wenn im Herbst die Wälder voller Pilze stehen, freuen sich viele Naturfreunde auf ausgedehnte Spaziergänge, oft auch gemeinsam mit dem Hund. Doch was für uns nach einem schönen Ausflug aussieht, kann für unsere Vierbeiner gefährlich werden. Denn viele Wildpilze, die jetzt wachsen sind für Hunde oder Katzen giftig – manchmal sogar tödlich.
Warum Pilze für Haustiere ein Risiko sind
Hunde und Katzen sind von Natur aus neugierig. Sie schnuppern an allem, manche fressen und gern mal Dinge vom Boden ob aus Hunger, Langeweile oder einfach aus Spieltrieb. Dabei machen sie keinen Unterschied zwischen essbar und giftig.
Das Problem: Viele Wildpilze enthalten Gifte, die das Nervensystem, die Leber oder die Nieren angreifen. Und selbst kleine Mengen können für Tiere lebensbedrohlich sein – insbesondere für junge, alte oder geschwächte Tiere.
⚠️Giftige Pilze für Hunde und Katzen
Hier sind einige der gefährlichsten Pilze, die in unseren Wäldern wachsen und für Vierbeiner giftig oder tödlich sein können:
1.Grüner Knollenblätterpilz
-Extrem giftig – enthält Amatoxine, die die Leber zerstören
-Symptome bei Tieren: erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Apathie, später Leberversagen
-Lebensgefahr auch bei kleinen Mengen
2. Fliegenpilz
-Giftig, wirkt halluzinogen und neurotoxisch
-Symptome: Zittern, Desorientierung, Erbrechen, Kreislaufprobleme
- bei Hunden oft besonders gefährlich wegen ihrer niedrigen Toleranz
3. Pantherpilz
-Stark giftig, wirkt ähnlich wie der Fliegenpilz, aber deutlich gefährlicher
-Symptome: starke Unruhe, Krämpfe, Koma – kann tödlich enden
4. Spitzgebuckelter Raukopf
-Enthält Orellanin, das zu irreversiblen Nierenschäden führen kann
-Symptome treten oft erst Tage später auf – dann ist es meist zu spät
5. Gallenröhrling
-Für denn Menschen ungenießbar, für die Tiere magenreizend
-Kann zu Erbrechen und Bauchschmerzen führen
Ungiftige Pilze - aber trotzdem mit Vorsicht
Einige Speisepilze gelten zwar als ungiftig sollten aber trotzdem nicht roh oder in großen Mengen von Tieren gefressen werden, da sie schwer verdaulich sind:
-Steinpilz
-Pfifferling
-Champignon
-Parasol
-Maronenröhrling
Diese Pilze sind in kleinen Mengen und gut durchgegart für Hunde manchmal als Leckerli geeignet, sollten aber niemals roh oder ohne Rücksprache mit dem Tierarzt gegeben werden. Katzen sollten Pilze generell nicht fressen, da ihr Stoffwechsel ganz anders funktioniert als der von Hunden.
Symptome einer Pilzvergiftung bei Haustieren
Vergiftungen zeigen sich oft innerhalb von wenigen Stunden, manchmal aber auch erst nach 24-48 Stunden. Achte also auf folgende Warnzeichen:
-Erbrechen und Durchfall
-Zittern, Krämpfe oder Lähmungen
-Schwäche, Apathie, Taumeln
-Atemnot oder starkes Hecheln
-Verändertes Verhalten (Unruhe, Aggression, Teilnahmslosigkeit)
-Gelbfärbung der Schleimhäute (Hinweis auf Leberschaden)
Was tun bei Verdacht auf Pilzvergiftung
1.Sofort Tierarzt oder Tierklinik aufsuchen, jede Minute zählt!
2. Reste des Pilzes mitnehmen, wenn möglich (für die Identifikation)
3. Keine Hausmittel geben, kein Erbrechen auslösen ohne Rücksprache mit dem Arzt
Unterstützende Darmsanierung nach tierärztlicher Behandlung
Nach erfolgreicher Behandlung einer Pilzvergiftung kann es sinnvoll sein, die Darmflora des Hundes zu regenerieren, um das Immunsystem zu stärken und den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Hier bieten sich natürliche Präparate wie cdVet DarmRein Pro oder cdVet DarmAktiv an.
Diese Produkte enthalten u. a. fermentierte Kräuter, Mikroorganismen und Mineralien, die helfen können
-den Darm zu entgiften
-die Verdauung zu regulieren
-die Regeneration der Darmschleimhaut zu unterstützen
Wichtig: Bevor sie die Produkte benutzen sollte immer erst eine Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen – besonders nach einer Vergiftung, bei der Organe wie Leber oder Nieren betroffen sein könnten.
Tipps zur Vorbeugung
-Hunde an der Leine führen, besonders im Wald oder bei viel Bodenbewuchs
-Aufmerksam sein, wenn der Hund im Unterholz schnüffelt oder etwas frisst
-Hunde abrufen, wenn sie sich für Pilze oder andere Bodenfunde interessieren
-Trainiere das Kommando „Aus!“ – kann im Ernstfall lebensrettend sein
-Nach dem Spaziergang Maul kontrollieren, falls etwas verdächtig war
Fazit: Vorsicht ist besser als Reue
Die Pilzsaison ist eine wunderbare Zeit für lange Spaziergänge und Naturerlebnisse. Doch für unsere Vierbeiner lauern dabei auch gefahren. Mit Aufmerksamkeit, Wissen und ein bisschen Vorsicht kannst du verhindern, dass dein Liebling in eine lebensbedrohliche Situation gerät.
Denk immer dran: Was für uns harmlos aussieht, kann für Hunde und Katzen tödlich sein.
